Über die Zeitschrift

Konzept

Forschungsergebnisse für Lehrer*innenbildung und Schulentwicklung kamen in den letzten Jahren häufig aus großen Leistungsvergleichsuntersuchungen oder Meta-Studien, wie bspw. der in diesem Bereich wohl bekanntesten von John Hattie (2012). Aus dem Blick geraten ist dabei das Potenzial, das in Untersuchungen, Projekten und Konzepten liegt, die sich auf einer sehr konkreten Ebene mit den aktuellen Herausforderungen im schulischen und Lehrerbildungsbereich befassen. Mit dem bundesweiten Programm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ zeigt sich, dass ein Umdenken in diese Richtung erfolgt (Heinrich & v. Ackeren, 2017), denn die an vielen Universitätsstandorten angestoßenen Entwicklungen erfolgen oftmals im Paradigma von Forschung und Entwicklung (Heinrich, 2008).

Im fachwissenschaftlichen Diskurs gibt es allerdings nur wenige Orte, an denen diese Forschungsergebnisse und ihre praktischen Implikationen dargestellt und diskutiert werden. Die Arbeiten sind dabei vielfältig: Es handelt sich um innovative praxisnahe Konzepte sowie lokal gebundene Aktivitäten mit Begleitforschung unter besonderer Berücksichtigung standortbezogener Faktoren, die für die Implementation von Innovationen im Bildungsbereich sehr bedeutsam sind. Überdies sollen die sich aus solchen Aktivitäten ableitenden kritisch-konstruktiven Diskussionen über normative Zielbestimmungen der Lehrer*innenbildung sowie über Fragen der Schulentwicklung in der Rubrik „Zur Diskussion“ ein Forum finden.

Publikationsort für diesen Diskurs ist die Open-Access-Zeitschrift „PraxisForschungLehrer*innenBildung. Zeitschrift für Schul- und Professionsentwicklung“, die als reguläre Ausgabe jährlich erscheint und zudem für Gastherausgeber*innen die Möglichkeit bietet, Themenhefte zu veröffentlichen.

Qualitätssicherung

Alle Beiträge durchlaufen ein Review durch die ständigen Herausgeber*innen. Dabei wird ein Vier-Augen-Prinzip verfolgt. Ggf. wird bei Beiträgen mit hoher Fachspezifik noch externe Expertise hinzugezogen. D.h., in wechselseitiger Kommentierung und in Redaktionssitzungen wird über Passung der Beiträge sowie Überarbeitungen und schließlich Annahme oder Ablehnung entschieden. Vor einer Veröffentlichung durchlaufen die Beiträge zudem ein redaktionelles und formales Lektorat. Falls es zu dem Beitrag Nachfragen gibt, werden diese direkt mit der/dem Autor*in besprochen. Im ersten Schritt werden die Gastherausgeber*innen entlang eines Konzepts für das Themenheft mit der Erstellung und Redaktion beauftragt. Im zweiten Schritt durchlaufen auch diese Beiträge ein Review durch die ständigen Herausgeber*innen. Vor einer Veröffentlichung durchlaufen alle Beiträge zudem ein redaktionelles und formales Lektorat.

Bielefelder Gesamtkonzept zur Bereitstellung lehrerbildungs- und schulentwicklungsbezogener Publikationsorte als Open Educational Resources (OER)

Die Zeitschrift ist eingebunden in ein Gesamtkonzept der Bielefelder Lehrerbildung zur freien Verfügbarkeit von Wissen, Forschung und Bildungsmaterialien. In diesem Rahmen entsteht in dem QLB-Projekt BiProfessional ein Online-Portal. Dieses verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen allen Akteur*innen der Lehreraus-, fort- und -weiterbildung anzuregen und erprobte Instrumente und Vorgehensweisen zur Nachnutzung in Form von Portalbeiträgen auf leicht zugänglichem Wege im Netz zur Verfügung zu stellen. Alle in der Zeitschrift publizierten Beiträge werden schließlich auch über das Portal auffindbar sein. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Literatur

  • Hattie, J. (2012). Visible Learning for Teachers: Maximizing Impact on Learning. New York: Routledge.
  • Heinrich, M. (2008). „Forschung und Entwicklung“ als neues Programm empirischer Bildungsforschung? In F. Hofmann, C. Schreiner & J. Thonhauser (Hrsg.), Qualitative und quantitative Forschung in der Erziehungswissenschaft. Über Möglichkeiten ihrer Komplementarität (S. 99–155). Münster: Waxmann.
  • Heinrich, M., & Ackeren, I. van (2017). Themenheft zum Schwerpunktthema: Professionalisierung im Berufsfeld Schule. DDS – Die Deutsche Schule, 109 (1).